Posts Tagged ‘Doc Brown’

Doc Brown auf Wohnzimmertour

Posted by peter nolte on 10th September 2009 in Doc Brown

Die Wirtsschaftskrise hat auch die Soulband “Doc Brown”  voll erwischt. Deshalb ist “Doc Brown” bald auf großer Tour durch die Wohnzimmer der Nation.

Es ist weit mit uns gekommen.  Die Auftragslage ist rapide zurückgegangen. Als einzige echte,  deutsche Soulband, die daran gewöhnt war, auf den großen Bühnen in unserer Republik zu Gast zu sein,  sind auch wir gezwungen umzudenken.
Die großen Veranstaltungen, gehören der Vergangenheit an. Veranstalter machen pleite, Firmen melden Konkurs an, das Bier wird knapp, die Garderoben werden gestrichen und wenn der Catering-Service aus sechs belegten Leberwurstbroten besteht, beschweren wir uns schon nicht mehr.

Ja, was waren das für goldene Zeiten, als jeder von uns noch eine eigene Garderobe zum umziehen hatte,  als das warme Buffet hinter der Bühne größer war, als die Kaffeetafel  bei dem 80. Geburtstag unserer Großmütter,  als die Groupies vom Veranstalter mit Champagner bewaffnet noch mitgeliefert wurden, als wir nach jedem Auftritt unsere sechs maßgeschneiderten, braunen Anzüge einfach mit den leeren Kaviardosen in die eigens dafür vorgesehenen Mülleimer schmissen, um uns anschließend einfach bei unserem Schneider neue anfertigen zu lassen. Machen wir uns nichts vor, Deutschland feiert nicht mehr, und vor allen Dingen, Deutschland bezahlt nicht mehr.

Es gab Zeiten, da wurden wir von der Metro engagiert, heutzutage kaufen die mit dem Geld lieber Karstadt. Sämtliche großen Agenturen, die im Laufe der Jahre für uns arbeiteten, sind entweder pleite gegangen, oder verdingen sich in der örtlichen Kommune als Ein- Euro- Kräfte. Kurzum, Deutschland ist pleite.  Aber hat Deutschland auch keinen Soul mehr? Das können und wollen wir nicht glauben, denn wir haben seinerzeit das Licht gesehen und es sprach zu uns:” Geht hin und bringt den Soul nach Deutschland!“

Als nach einem der letzten Auftritte einer unserer Liedsänger Pommes Cramer, in seinem kaputten, schmutzigen, verschwitzten, braunen Anzug nach dem Auftritt in der Garderobe, die eigentlich die Toilette des Etablisments war, stand, da schaute er traurig in das Glas mit dem abgeschalten Bier, welches wir von den letzten Gästen zusammen geschüttet hatten und murmelte: “Du darfst alles verlieren, aber niemals deinen Soul!“

erleuchtung Was ist schon Geld? Bedrucktes Papier! Wir schauten uns an und das Licht sprach erneut zu uns: “Benutzt die Krise als Chance!“ Dem Sozialpädagogen und dem Lehrer in der Band, war schlagartig klar, was das Licht meinte. Nicht den Veranstaltern bringen wir den Soul, sondern unseren Fans. Schnell wurde ein Konzept gestrickt, das sich von dem Konzept , 30 % auf alles, außer auf Tiernahrung, deutlich unterscheidet. Jeder soll  Doc Brown buchen können. Wir trennen uns einfach von überflüssigem Ballast, wie große Bühnen, Anlagen, Verstärker, usw. und spielen unplugged in eurem Wohnzimmer, und das alles für einen annehmbaren Preis. Einzige Bedingung, unser komplettes Equipment, muss in ein Auto passen. Und jetzt kommt das Hammer Knaller Angebot. Ihr könnt doch Brown buchen für sage und schreibe 400 €. Dafür spielen wir eineinhalb Stunden. Solltet Ihr es schaffen, euch mit drei Veranstaltern an einem Abend zusammenzutun, reduziert sich unsere Garage auf 300 €, pro Veranstaltung. Näheres könnt ihr bei unserem Wohnzimmerbeauftragten Ingo Starink erfragen. Egal, ob Altersheim, oder Kindergarten, egal ob 20. 30. oder 40. Geburtstag, beim Grillen oder beim Candlelight Diner zu zweit, beim Fußball oder Synchronturmspringen wir kommen und  spielen.

Eine Ausnahme bilden lediglich die 50. Geburtstage. Da man in dieser Lebensphase gewöhnlich besonders viel Geld hat (Rentner sind arm, junge Leute auch), müssen die fünfzigjährigen 50 € zusätzlich zahlen, den so genannten Fünfzigerbonus. Aber lasst uns nicht über Geld sprechen, lasst uns über Soul sprechen und sprecht mit uns, in diesem Fall mit Ingo Starink Tel: 0172 5740587

http://www.doc-brown.de/

Doc Brown in Niedereimer

Posted by peter nolte on 1st September 2008 in Doc Brown

Zurück vom 2. “A SUMMERNIGHT OF SOUL”-Open-Air in Arnsberg-Niedereimer. Auf dem Gelände der BMW-Vertretung Fischer+Schmidt gastierten, wie im Vorjahr auch, “white Jazzmine” und “DOC BROWN”.

Tja, eigentlich waren alle Zutaten für eine Super-Soul-Party vorhanden. Das Wetter bombig, die Bands bis in die Haarspitzen motiviert, die Stimmung relaxed – nur die Publikumsresonanz ließ zu wünschen übrig. Die Bands spielten also vor einer überschaubaren Zuhörerschaft. Waren es 200?; schwer zu schätzen auf dem weitläufigen Areal.

[Für den “white Jazzmine”-Gig war der Schreiberling zu spät dran. Es soll prima gewesen sein.]

Den “Sauerländer Soul-Men” ist es allerdings gleich, wie viele Leute ihre Gigs besuchen. Ob 10 oder 1000 – “immer volle Pulle” ist die Devise.

Gegen 20.45 Uhr ließ “Funk-Master” Markus Kampschulte die ersten “Shaft”-Riffs seiner Telecaster in den sommerlichen Abend fliegen. Ein Signal an die Arm-Behaarung, sich aufzurichten. Und dann ging’s ab, aber richtig…! Schlag auf Schlag die großen (und gerne auch pathetisch: unsterblichen!) Songs der Motown-, Stax- und Disco-Ära. Dargeboten in einer Perfektion, die von einer “Hobby-Band” nicht unbedingt zu erwarten ist.

Funk- u. Soul-Musik – ihrer Natur nach emotional beladen – beziehen Live den letzten Kick aus einer extrovertierten Performance. Bei DOC BROWN sind für dieses Segment zwei Herren der Kategorie “Rampensau DeLuxe” zuständig. Den sich kongenial ergänzenden Sängern DOC Dieter und DOC Pommes gelang es auch in Niedereimer wieder, das Publikum innerhalb kürzester Zeit in bester “Blues Brothers”-Manier einzufangen. Gestützt auf eine überragende Groove-Section mit DOC Peti am Bass (wird wie alter Wein immer bässer), DOC Michael am Schlagzeug (ein menschliches Metronom), DOC Ingo an den Keys (”Tasten-Zauberer” ist untertrieben) und dem vorgenannten DOC Markus an der Gitarre, zogen die beiden Shouter einmal mehr vor einem begeisterten Publikum alle Register ihres Könnens.

Highlights des erstklassigen Gigs waren eine super-”groovige” Version von Randy Newmans “You Can Leave Your Hat On” (Sail Away, 1972) sowie ein Ausflug in Blues-Gefilde mit dem Evergreen “Sweet Home Chicago”.

Last but not least: Dickes Kompliment an die Mixer-Crew. Der Sound war Spitze!!!

Wer am 30.08.2008 nicht vor Ort war, hat echt was verpasst. Laut Mitveranstalter Carsten Janz wird es auch Ende August/Anfang September 2009 eine “Summernight of Soul” geben. Vielleicht schon mal in der Jahresplanung 2009 notieren!!!

btw:
DOC Peti (Peter Nolte) ist mit der Jazz-Fusion-Formation “FUSED (feat. Special Guests)” Ende Oktober 2008 in der Bar des DORINT-Hotels Arnsberg-Neheim “Live On Stage”. Für das Konzert der DORINT-MedEasy-Veranstaltungsreihe gilt EINTRITT FREI – RAUCHEN ERLAUBT!!!

Krach am Bach in Eslohe

Posted by peter nolte on 19th August 2008 in Doc Brown

Es war kalt und feucht, aber eine super Stimmung. Eslohe zeigte sich mit Krach am Bach von seiner besten Seite. Auf dem Freigelände am Sportplatz kam der Soul tatsächlich ins Sauerland. Dank an die Organistoren und Hannes von Sound Division für den tollen Abend: Hier einige Bilder:

Viel Soul und wenig Summernight beim Open Air-Konzert

Posted by peter nolte on 6th Oktober 2007 in Doc Brown

 

Ein Open Air Konzert auf einem großen Autohausgelände, von Arnsberg wie Neheim gut zu erreichen, ohne lärmempfindliche Nachbarn und mit viel Platz auch für vielfältige Beköstigung der Gäste, die Idee von Eventmanager Carsten Janz war sicher nicht schlecht. Und noch nicht einmal das wenig erfreuliche Wetter hätte Besucher abschrecken müssen, denn unter dem großen Plexiglas-Hallendach auf dem Gelände von BMW Fischer + Schmidt im Niedereimerfeld hätten locker 1000 Besucher Platz gefunden. Read the rest of this entry »